Der Arbeitskreis Frauentrachten

Der Arbeitskreis Frauentracht besteht seit fast 40 Jahren. Dieser entwickelte eine erneuerte tragbare  Fränkische - Schweiz- Tracht.

Mit Nähkursen und Beratungen wollen wir erreichen, dass unsere Fränkische Schweiz-Tracht wieder häufiger getragen wird. Sei es in der erneuerten Form oder in der noch getragenen überlieferten Tracht. Wir sind auch für moderne Farben offen. Die Schnittmerkmale der Fränkischen Schweiz-Tracht müssen jedoch eingehalten werden, sind aber in der erneuerten Form sehr gut tragbar. (Das Modelabel oben links gibt es nur, wenn die Tracht den geforderten Kriterien, vor allem beim Schnitt, entspricht.

Um dies zu verwirklichen

  • vermitteln wir Ihnen Trachtenschneiderinnen
  • stehen Ihnen beratend zur Seite

Nähere Infos für die Nähkurse bei: Kulturwerkstatt- Kursangebot

Die Frauentracht der Fränkischen Schweiz -
aus Tradition zeitgemäß

     

 

PRESSETEXT des Arbeitskreises in Bezug auf die Frauentracht:

Es muss nicht immer Dirndl sein.
Die überarbeitete Frauentracht der Fränkischen Schweiz schafft regionale Identität.
Tracht war bei jungen Frauen lange nicht mehr so populär wie heute - doch hat das, was oft als Tracht bezeichnet wird, tatsächlich etwas mit fränkischer Regionalkultur zu tun?
Mit dieser Frage hat sich der Arbeitskreis Frauentracht des Fränkische Schweiz-Vereins wieder neu auseinandergesetzt und das Ergebnis kann sich sehen lassen:
Heute möchte “Frau” schlank und trotzdem weiblich aussehen - dennoch sollten die
typischen regionalen Details in Stoffwahl, Schnitt und Bestickung erhalten bleiben. Um dem Rechnung zu tragen wurde die Zahl der Unterröcke reduziert sowie die früher üblichen Polster am Leibchen (Mieder) weggelassen.
Der fein und ohne Verstärkung gestiftelte Rock wirkt nun schlank - alles Andere entspricht dem historischen Schnitt, wie er von den letzten Trachtenträgerinnen der Fränkischen Schweiz tatsächlich benutzt wurde. Somit können auch die feinen örtlichen Unterschiede in Auszier und Stoffmustern auf Wunsch berücksichtigt werden.
Gerade wegen der allgegenwärtigen Dirndlmode von der Stange möchten immer mehr
Frauen und Männer der Bajuwarisierung Frankens mit regionaler Kleidungskultur etwas
entgegen setzen. Die meistgestellte Frage dabei ist, wann und wo man seine “richtige”
Tracht heute noch ausführen kann. Die Antwort ist denkbar einfach: Überall dort, wo
Dirndlmode getragen wird und natürlich immer bei festlichen Anlässen aller Art.
Heute findet die Werktagstracht aus einfachen Baumwoll- und Leinenstoffen weniger
Liebhaber als die festlichen Varianten dazu, aber auch dafür gibt es geeignete Stoffe, die
zudem maschinenwaschbar sind.
Neben der erst kürzlich neu nach alten Vorlagen entwickelten Männertracht gibt es nun auch eine Frauentracht für die “Kerwa”.
Auch eine praktische Kindertracht für Mädchen ist im Arbeitskreis entstanden.
Alle drei Mustertrachten können künftig am Informationsstand des
Arbeitskreises Tracht während vielen Veranstaltungen besichtigt werden.
Die beiden Modelle wurden von den Schneidermeisterinnen Maria Bäuerlein (Haas),
Rosalie Postatny und Marianne Bogner aus dem Arbeitskreis genäht.
Die schönen Stoffe und Borten stammen von “Flitterkränze” aus Kunreuth.
Die Kerwatracht wurde von der Trachtenberatung des Bezirks Oberfranken finanziert.