Bericht der FSV - Herbstversammlung

vom Freitag, 7. Oktober 2016 um 19 Uhr in der "Kulturwerkstatt Fränkische Schweiz" in Morschreuth

Mit einer herzlichen Begrüßung der mehr als 80 erschienenen FSV-Mitglieder eröffnete 1. Hauptvorsitzender Reinhardt Glauber die Herbstversammlung in der neuen Kulturwerkstatt. Er begrüßte besonders die beiden neuen Ortsgruppenvorsitzenden Fritz Sperber (Hohenmirsberg) und Georg Frühbeißer (Pottenstein). Morschreuths Ortsgruppenvorsitzender Wolfgang Reichold erinnerte an die Vorgeschichte, die mit der „Morschreuther Volkstumspflegestätte“ 1974 in den Räumen der alten Volksschule begann und mit dem Neubau, anstelle des alten Gebäudes im Jahre 2014, neuen Aufschwung bekam. 9000 Arbeitsstunden leisteten die Dorfbewohner am neuen Mehrzweckgebäude in dem auch die Feuerwehr eine Heimstatt fand. Außerdem steuerten die beteiligten Vereine 50 000 Euro Bargeld für den Neubau bei, der seit einem Jahr nun in Betrieb ist. Die Leiterin der „Kulturwerkstatt Fränkische Schweiz“, Erika Strigl betonte, das auch die Zusammenarbeit mit der Landkreis-VHS in Forchheim zu einem spürbaren Aufschwung bei den Kursteilnehmern geführt hat. In diesem Jahr wurden 25 Kurse von elf Kursleitern angeboten, die alle (bis auf einen) mit Höchstteilnehmerzahl durchgeführt werden konnten. Der gastgebende Bürgermeister Hanngörg Zimmermann dankte den Morschreuthern für das bürgerschaftliche Engagement, das zahlreiche Gäste aus Deutschland anlockt, hier einen Kurzurlaub verbringen, was dem heimischen Tourismusgewerbe gut tut. Beim Totengedenken für die seit der Frühjahrsversammlung verstorbenen Mitglieder nannte der 1. Vorsitzende stellvertretend für alle den FSV-Kulturpreisträger Erich Döttl und Volker Stumpf, den 1. Vorsitzenden der Ortsgruppe Erlangen.

In seinem kurzen Rückblick erinnerte Glauber an den Deutschen Wandertag, den er und auch der Hauptwanderwart Dr. von Blumenthal besucht haben mit dem Hintergedanken „in einigen Jahren als zertifizierte Wanderregion ebenfalls einen deutschen Wandertag zu veranstalten“. Der große Zuspruch bei Tag der offenen Tür in der neuen Kulturwerkstatt am Pfingstmontag freute ihn ebenso wie die gelungene Volksmusikveranstaltung, Anfang August in Plech. Und auch der Scheffelgedenkabend am 18.9. in Gößweinstein anlässlich seines 190.Geburtstages und 130. Todestages war gut besucht. Der Fränkische Tag hat zudem eine Serie mit den 18 Scheffel-Gedichten aufgelegt. Den Text samt Erläuterung und Bilder lieferte Schriftführer Reinhard Löwisch. Die geplante dreitägige Scheffelwanderung des 1.HV auf seinen Spuren musste aus Mangel an Teilnehmern entfallen. Glauber richtete an die Vorsitzenden der Ortsgruppen die eindringlich Bitte, die noch ausstehenden Beauftragungen der Wegewarte und der Wanderwarte der Geschäftsstelle zu melden. Nur durch Gemeinderatsbeschluss sind jene bei der Ausübung von Wegmarkierungen oder der Durchführung geführter Wanderungen über die kommunale Haftpflicht- und Unfallversicherung versichert. Glauber informierte weiter, dass die Ludwig-Müller-Stiftung keine Stiftung im stiftungsrechtlichen Sinne ist, da zwar eine Notarurkunde vorhanden ist, die Stiftung aber nicht ins Stiftungsregister eingetragen wurde. Gleichwohl gilt die Stiftung als Einrichtung des öffentlichen Rechts. Im Frühjahr 2017 muss in Verhandlungen mit der Volksbank ein neuer Vertrag ausgehandelt werden, da der alte abläuft. Sollte es dann bei der jetzigen Niedrigzinspolitik bleiben, könnte es für den FSV lukrativer sein, das Müllervermögen anstatt auf der Bank, in eine Immobilie zu investieren, um jene dann zu vermieten, was unter dem Strich mehr Zinseinnahmen bescheren würde. Derzeit verfügt der Stiftungsrat jährlich über ca. 1600 Euro. Das Geld wird gemäß Richtlinien auf Antrag als Zuschuss für die Trachtenpflege, Wanderwegerhalt und ähnliches im Sinne des FSV und gewährt.

Glauber lobte die derzeitigen Aktivitäten im Bereich Tracht. Die erneuerte Frauentracht ist ein Selbstläufer und auch bei der Männertracht „tut sich was“. Vor kurzem wurde Walter Appelt aus Marloffstein zum neuen Leiter des AK Männertracht ernannt. Er hat eine Mustertracht anfertigen lassen, mit der er jetzt (zuletzt auf dem Trachtenmarkt in Greding und vorher beim Netzwerktreffen Tracht in Ebermannstadt) dafür wirbt, sich eine Männertracht schneidern zu lassen. Prominentester Unterstützer der Aktion ist Landrat Dr. Hermann Ulm, der sich eine Männertracht schneidern lässt. Glauber konnte auch vermelden, dass man der „Wanderregion Fränkische Schweiz“ einen Schritt näher gekommen ist. Die LEADER-Förderanträge sind vom Ministerium und der Oberfrankenstiftung genehmigt worden. Derzeit werden die Ausschreibungen für die einzelnen Bereiche erarbeitet. Ein Schwerpunkt ist die Ausbildung von Wander- und Wegewarten, die mit 90 %  bezuschusst wird. Den Rest übernehmen die fünf beteiligten Landkreise. Da die Kurse außerdem an Wochenenden durchgeführt werden, entstehen dem Teilnehmer weder Kosten noch muss er dafür Urlaub nehmen. I  Schließlich kündigte Glauber an, dass es 2017 wieder eine Schmuckziegelaktion geben werde. Zur Bildung einer Jury hat er schon „einige positive Gespräche“ geführt.

Der Ortsgruppe Hiltpoltstein zollte Glauber großen Respekt, weil jene das Spörl-Haus nahe der Burg gekauft und vorbildlich restauriert hat. Mehr als 4400 Stunden an Eigenleistung und zahlreiche Spender haben mitgeholfen, in dreijähriger Bauphase aus dem ehemaligen Brau- und Schuhmacherhaus eine vorzeigbare Immobilie zu machen. 

Da Walter Tausendpfund terminlich verhindert war, an der Herbstversammlung teilzunehmen, las 1. HV Reinhardt Glauber dessen Bericht vor.

 1. Infos aus dem AK  Männertracht:

a)         Die Erneuerung der Männertracht ist bekanntlich weiterhin ein Anliegen unseres Vereins. Als neuer AK –Leiter wurde am 28. September 2016 Walther Appelt aus Marloffstein (Leithenstr. 8, appelt.w@gmx.de) eingesetzt.

 b)         Das 3. Oberfränkische Netzwerktreffen der Trachtenberater fand am 19. Juni 2016 im Rahmen des „Historischen Marktes“ in Ebermannstadt statt.

 c)         Der AK Männertracht war auch am 1. September-Sonntag beim Trachtenmarkt in Greding vertreten.

 2. AK Frauentracht:

Hier war es im Berichtsjahr etwas ruhiger, da auch die Frauen in die obigen Arbeiten des AK Männertracht involviert waren.

 3.  Zum AK Volksmusik:

a)         Der Volksmusiktag 2016 konnte  am Sonntag, 7. August in Plech am Gottvaterberg als „open-air-event“ mit Musik und Theaterspiel durchgeführt werden. Der Besuch war bei optimalem Wetter und einzigartigem Ambiente erfreulich gut. Besonders erstaunt hat  das sehr breite Echo in der örtlichen und überörtlichen Presse. An den Heimatverein Plech/FSV-OG geht ein ganz herzliches Dankeschön für die hervorragende Organisation.

 c)         Die „Fränkische Weihnacht“ wird in diesem Jahr wie immer am 2. Advent in der Kirche von Streitberg stattfinden. Die einschlägigen Vorgespräche haben bereits stattgefunden, ein Plakat wurde von Reinhard Löwisch entworfen und in Druck gegeben.

Große Sorgen bereitet weiterhin die Tatsache, dass  Eberhard Hofmann nun wirklich die Leitung dieses Arbeitskreises abgegeben hat. Die dringliche Frage bleibt: Wer soll nachfolgen?

 4. Aus dem AK Heimatkunde:

Das anspruchsvolle Exkursionsprogramm wurde realisiert.

 5. Aus dem AK Mundart:

Hier sind besonders die Spielerinnen und Spieler der „Bletsch’n Bühna“ unter der Regie von Maria Riediger aktiv. Frau Riediger war auch am 25. September beim „19. Oberfränkischen Mundartarttheatertag“ im Oberfränkischen Bauernhofmuseum in Kleinlosnitz maßgeblich beteiligt. Walter Tausendpfund lieferte Lesebeiträge.

 6. Zum AK Bauen und Gestalten:

Obwohl die Arbeit im Rahmen des „Kuratoriums Schmuckziegel“ weitgehend über das Internet organisiert ist, stagniert hier der Ablauf.

Das liegt besonders daran, dass der AK-  Leiter Jürgen Schönfelder/Hausen aus beruflichen und zeitlichen Gründen nach einer Ablösung sucht.

7. Zur Kulturwerkstatt Fränkische Schweiz in Morschreuth

Die Trachtennähkurse mit Frau Marianne Bogner waren alle sehr gut besucht – d. h. sie waren ausgebucht. Probleme gibt es bei den Kursen zum Patchwork und zum Töpfern – sie wurden überhaupt nicht gebucht.

 II. Ausblick

 Der „26. Heimattag der Fränkischen Schweiz“ in Hollfeld anlässlich der 1000-Jahr-Feier der Stadt findet vom 14. bis 16. Juli 2017 statt. Hierbei ist die Kooperation mit dem örtlichen Schützenverein vorgesehen. Die einschlägigen Vorbereitungen sind am 19. 4. und 17. 6. 2016 angelaufen. Ein vorläufiger Programmablauf wurde vom FSV – Hauptvorstand, der FSV-Ortsgruppe Hollfeld zusammen mit dem Schützenverein Hollfeld (zusammen mit dem 1. Vorsitzenden Robert Degen) erstellt. Auch wichtige Fragen bezüglich der Aufgabenteilung und der Finanzierung konnten geklärt werden.

 III. Zum Schluss

 Kurz vor dem Schluss komme ich noch – auf Grund meiner Zweitfunktion als FSV - Schriftleiter  -  zu einem kurzen Blick auf die Zukunft unserer FSV – Zeitschrift: 

In Planung bzw. Vorbereitung befinden sich folgende Hefte:

Heft 4/2016: Pinzberg – in Arbeit

Heft 1/2017: Hollfeld – im Zusammenhang mit dem „26. Heimattag der Fränkischen Schweiz“ – in Arbeit. Die weiteren Hefte konnten noch nicht schwerpunktmäßig untergebracht werden.

Daher ein wichtiger Aufruf: Es sind FSV-Ortsgruppen gesucht, die sich im kommenden Jahr für die Gestaltung weiterer Hefte (ab Heft 2) zur Verfügung stellen. Besonders interessant sind Orte, in denen im Jahre 2017 ein besonderes Jubiläum oder Fest stattfindet.

In den anschließenden Berichten der Arbeitskreisleiter über die vergangenen Aktivitäten wurde deutlich, dass sich alle große Mühe geben, ihre gestellten Aufgaben zu erledigen. Aus dem Arbeitskreis Mundart sind besonders die Spielerinnen und Spieler der „Bletsch’n Bühna“ unter der Regie von Maria Riediger aus Unterleinleiter derzeit aktiv. Frau Riediger war auch am 25. September beim „19. Oberfränkischen Mundartarttheatertag“ im Oberfränkischen Bauernhofmuseum in Kleinlosnitz maßgeblich beteiligt. Beim Arbeitskreis Frauentracht sind die Trachtennähkurse mit  Marianne Bogner aus Bieberbach seit Jahren sehr gut besucht und waren auch heuer wieder „ausgebucht“.

Internetbeauftragter:  Reinhard Löwisch