25. Heimattag in Waischenfeld - Volksmusikabend:
"So singt und spillt mer bei uns".

WAISCHENFELD. Der Volksmusikabend anlässlich des 25. Heimattages fand in der Bürgerhalle vor fast vollen Biertischen statt. Nach der Begrüßung durch den Schirmherrn Walter Tausendpfund und dem 3. Bgm. der Stadt Waischenfeld Kurt Neuner, wartete ein umfangreiches musikalisches Programm auf die Gäste.
Es spielten und sangen: die Effeltricher Musikanten, die Ebermannstädter Pfeifen, die Gebrüder Ottenschläger aus Neunkirchen a. Brand und die Lokalmatadore, die Waischenfelder Burgmadla, die seit 1972 agieren.

Als Gastmusikant war der junge Waischenfelder Liedermacher Wastl Kauz dabei, der seine Erfahrungen als Waischenfelder Jungstadtrat musikalisch zum Besten gab. Die Moderatoren Eberhard Hofmann, er stellte die Gruppen vor, und Walter Tausendpfund, er berichtete aus der Historie der Stadt Waischenfeld, die ja heuer 700 Jahre Stadterhebung feiert. Tausendpfund berichtete auch von den Anfängen der Heimattage, die 1976, also vor 39 Jahren das erste Mal ausgetragen wurden.

Seither bemüht sich der FSV, bei diesem Fest eine Verbundenheit der hier lebenden Menschen mit der Region entstehen zu lassen. Förderung des Zusammengehörigkeitsgefühls, gemeinsamer Gedankenaustausch und geselliges Feiern, das sind auch heute noch die Grundgedanken des Heimattages. Tausendpfund berichtete weiter historisches aus Waischenfeld aus der Zeit der Romantik. Er zitierte Ludwig Richter und andere Reiseschriftsteller die etwas über Waischenfeld zu sagen hatten. Maria Eckert-Rosenberg erinnerte daran, dass der Heimat- und Verschönerungsverein Waischenfeld nicht nur Ausrichter des Heimattages ist sondern als Verein selbst einen runden Geburtstag, den 130., heuer feiert.
Es kam auch noch der 1. Bgm. Edmund Pirkelmann zu Wort, der sich öffentlich über die Abhaltung des Heimattages in Waischenfeld freute. Er mahnte die Anwesenden, sich Gedanken zu machen, wie man die Jugend an die Heimatkunde und die Vereinsarbeit heranziehen kann. Kurz vor Schluss der Veranstaltung nahm 1. Hauptvorsitzender Reinhardt Glauber eine Ehrung vor. Er verlieh dem langjährigen AK-Leiter Volksmusik, Eberhard Hofmann, den Kulturpreis des FSV für sein musikalisches Lebenswerk. In seiner Laudation nannte er die Gründung der Musiktage im Fränkische-SChweiz-Museum, die heuer zum 50. Mal stattfinden.

Er leitet seit 20 Jahren den Arbeitskreis Volksmusik und hat 2006 eine umfangreiche Tondokumentation mit 40 repräsentativen Musikgruppen erstellt. Außerdem veranstaltet er seit 1982 Wirtshaussingen und bringt alljährliche ein Liste mit den aktuellen Volksmusikgruppen der Region heraus. Nach mehr als vier Stunden endete die denkwürdige Veranstaltung mit einem Prolog des Nachtwächters Manfred Heckel aus Gößweinstein.Während der Veranstaltung hatten einige Arbeitskreise auf Schautafeln aus der ihrer ehrenamtlichen Arbeit berichtet.

Zum Schluss noch ein Gedicht von Walter Tausendpfund zum Thema Liebe, welches er an dem Abend vortrug:
Wenn ich dich siich, möchte ich dir song, wie orch i dich mooch.
Obber immer, wenn ich dich siich, verschlägt es mir die Sprooch.

Text und Bilder: Reinhard Löwisch