25. Heimattag in WAISCHENFELD - Festkommers

Der Festkommers war geprägt von dem Motto der Stadt Waischenfeld, der den Grund für den Heimattag in Waischenfeld ergab: 700 Jahre Stadterhebung durch Konrad II. von Schlüsselberg und seinem Waffenbuder König Ludwig (IV.) der Bayer. 

Der 1. Hauptvorsitzender Altlandrat Reinhardt Glauber dankte daher allen Beteiligten, vor allem der Ortsgruppe Waischenfeld, dem Heimat- und Verschönerungsverein für die Ausrichtung des Heimattages. Sein zweiter Dank galt dem Schirmherrrn Walter Tausendfpund, der ebenfalls stark, weil zweifach, in die Ausrichtung des Heimattages involviert war. Glauber erinnerte an die Pfingstreise von Wackenreoder und Tieck, die mit ihrer Reisebeschreibung den Tourismus in der Fränkischen Schweiz begründeten. Er meinte, "wir sollten stolz darauf sein, in einer Gegend zu wohnen, in der andere Urlaub machen". Und weiter: "Es liegt an uns, was wir aus unserer Kulturlandschaft machen" und forderte dazu auf "mit positiver Grundhaltung in die Zukunft zu blicken".

Schirmherr Walter Tausendpfund, der neben seinem "Job" als Kulturausschussvorsitzender seit den 80er Jahren auch die Vereinszeitschrift betreut, erinnerte an die Anfänge der Heimattage, die 1976, also vor 39 Jahren das erste Mal ausgetragen wurden. Seither "bemüht sich der FSV, bei diesem Fest eine Verbundenheit der hier lebenden Menschen mit der Region entstehen zu lassen". Gemeinsamer Gedankenaustausch und geselliges Feiern, das sind auch heute noch die Grundgedanken des Heimattages.

Den Festvortrag hielt Anton Eckert, in seiner Eigenschaft als Kulturreferent des Landkreises Forchheim, mit dem Titel: Ludwig der Bayer und die Herren von Schlüsselberg. In dem einstündigen Vortrag spannte Eckert einen weiten Bogen über die Zeit, in der die Schlüselberger in Waischenfeld und der Region herrschten, also dem 13. und 14. Jahrhundert. Deren Wirken begann mit der durch Heirat erwirkten Übernahme der Stadt Waischenfeld um 1216 und endete mit dem gewaltsamen Tod des letzten männlichen Erben: Konrad II., der 1347 bei der Belagerung seiner Burg Neideck den Tod fand. Er verhalf Waischenfeld mit seiner Waffenbrüderschaft zu König Ludwig dem Bayern 1315 zum Stadtrecht und sorgte damit für den wirtschaftlichen Aufschwung in der Region. 

Zum Schluss des Abends zeigte die Trachtengruppe des Heimatvereins die erneuerte Waischenfelder Frauentracht und Uli Keller als Schriftführer des Heimatvereins erzählte aus der Vereinschronik, die mittlerweile auf 130 Jahre zurück blicken kann. Die Waischenfelder Burgmadla, die anlässlich der 650 Jahrfeiern der Stadt Waischenfeld 1972 gegründet worden waren und immer nnoch sehr ativ sind, unterhielten zwischen den Vorträgen mit Liedern, die sie damals, zur 650 Jahrfeier einstudiert hatten.

 

< Die Waischenfelder Burgmadla

 

 

 

< Die erneuerte Waischenfelder Frauentracht

 

 

 Text und Fotos: Pressewart Reinhard Löwisch