Rumlumpen am 23. Heimattag in Betzenstein

Das gabs noch nie bei einem FSV-Heimattag. "Rumlumpen". Insgesamt neun Gruppen beteiligten sich an der Aktion des Fränkische Schweiz-Verein (FSV). In jedem Wirtshaus „der kleinsten Stadt Frankens“ spielte eine Gruppe ihren ganz persönlichen Volksmusikstil.

 

 

Während die Plecher Stubenmusik eher gehaltvoll nachdenklich, leise und mit Zither spielten waren die Gräfenberger „Statt wurscht mit Musik“ schon eher die Stimmungsmacher mit alten Stücken wie dem: „Ich obber net, Du obber scho“ – Lied, das schon Anfang des 19. Jahrhunderts gesungen wurde.

 

 

Die „Stubenhocker“ aus Forth wie auch die Wiesenttaler Trachtenmusikanten (mit dem FSV-Chef Paul Pöhlmann an der Mundharmonika) orientierten sich eher an der aus böhmen kommenden Blasmusik. Die sechsköpfige Damensinggruppe der „Gseeser Bäsla“, sang dagegen traditionelles aus dem Bayreuther Umland. Dazu kamen die drei „Regnbogn-Engala“, aus Bayreuth, die mit modernen Volksliedervarianten für Stimmung sorgten.

Ach ja, nicht zu vergessen die beiden "Bämberer aus dem Steigerwald, die flotte, eigene Weisen zum Mitschunkeln boten. Insgesamt eine tolle Sache das Rumlumpen – organisiert vom FSV- Volksmusik-Arbeitskreisleiter Eberhard Hofmann.

 

 

Wegen des lauen Sommerabends konnten die vielen Gäste und die Musiker überwiegend in den Biergärten der erst kürzlich umfassend umgebauten Altstadt sitzen, spielen und genießen. Eine kleine Entschädigung des Wettergottes, der das Betzensteiner Mittelalterfest am Sonntag vor einer Woche, anlässlich 400 Jahre Stadterhebung, sprichwörtlich „ins Wasser“ fielen ließ.

 

Text und Bilder: Reinhard Löwisch