Die lange Nacht im Forchheimer Pfalzmuseum am 19. Mai


hatte einen großen Höhepunkt und das gleich zweimal: die Trachtenmodenschau des Fränkische Schweiz- Verein (FSV), Moderiert von Christine Berner aus Bärnfels, die kürzlich mit einer erneuerten Tracht für 16 Frauen im Dorf für Furore gesorgt hatte, zeigten viele "Models" alte und neue Tracht aus den verschiedensten Gebieten der Fränkischen Schweiz.
Natürlich mit dabei die Effeltricher mit ihren bunten Farben und der Brautkrone, dem hohen Kranz. Zu sehen gab es aber auch alte Streitberger Tracht, die beim Herrn mit Zylinder und schwarzem Gehrock, eher an die Kleidervorschriften bei einem städtischen Empfang erinnerten, denn an bäuerliche Tracht. Höhepunkt der Modenschau waren jedoch die erneuerten Trachten, die zwar mit altem Schnitt, aber mit modernen zeitgeistigen Farben aufwarteten.
Die Philosophie von Johanna Erlwein, Leiterin des Arbeitkreises Trachten beim FSV: "Am Schnitt erkennt man die Herkunft, der ist wichtig und soll daher original sein. Die Farben sind dem Zeitgeist unterworfen und dürfen sich daher auch ändern. Das ist auch woanders in Bayern so und damit gewährleistet man das Fortbestehen der Tracht".

Mit dieser Einstellung könnte es gelingen, vor allem die Frauen für ein "Trachtenoutfit" zu gewinnen und damit zu einer regionalen Indentität. Trachten gab es auch aus Hetzles und Eggolsheim zu bewundern und eine erneuerte "vom Jura". Etwas ausgeflippter war die Mode der jungen Trachtenschneiderin Sandra Janine Müller, die ihre eigenwilligen Kreationen auch schon am Trachtenmarkt in Frensdorf gezeigt hat. Text+Fotos: R. Löwisch