Die heimatkundliche Spezialbibliothek des FSV

umfasst derzeit schon über 19 000 Titel. Hauptsächlich mit aufgebaut und seit ihrer Gründung vor 20 Jahren maßgeblich verwaltet hat sie Arbeitskreisleiter Hans Weisel (rechts), zusammen mit Georg Knörlein (links).

Die Sachgruppenübersicht gibt es hier als PDF zum Download

Georg Knörlein
Heugasse 13
91356 Kirchehrenbach
Telefon: 09191-95253
E-Mail: georg.knoerlein@gmx.net

Anschrift:

Fränkische Schweiz - Bibliothek, Oberes Tor 1, 91320 Ebermannstadt. Der Zugang ist nur über den Hintereingang des Landratsamtsgebäudes möglich.

Öffnungszeiten:

Jeden Freitag 16 bis 18 Uhr (außer an gesetzlichen Feiertagen).
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Dankesrede für Verleihung des Kulturpreises an Georg Knörlein 15. Juli 2017 Hollfeld.
 
Sehr geehrte Anwesende!

Ich war sehr überrascht, als ich erfahren habe, dass der FSV mir den Kulturpreis zugedacht und heute verliehen hat. Es ist mir eine besondere Ehre, in einer Reihe mit bisherigen Preisträgern zu stehen, wie den verstorbenen Dr. Georg Kanzler, Dr. Hellmut Kunstmann, Hans Max von Aufseß, Anton Buchner, Kuratus Adalbert Hollfelder, Dr. Gustav Voit oder Fritz Preis.

Eigentlich wollte ich auch von den dunklen Momenten der vergangenen Jahrzehnte berichten, in denen ich nahe daran war, meine Tätigkeit als Büchereileiter an den Nagel zu hängen. Da dies in einer Festveranstaltung wie der heutigen doch nicht ganz angemessen gewesen wäre, möchte ich mich auf einige Dankesworte beschränken.

Eine Bücherei braucht Raum. Diesen stellte bis Ende 1995 die Stadt Ebermannstadt im Bürgerhaus kostenlos zur Verfügung. Dank Landrat Otto Ammon konnten wir anschließend zwei Räume im LRA Ebermannstadt nutzen, ehe wir zwei Jahre später in drei Kellerräume umziehen mussten. Dank des heutigen Hauptvorsitzenden und damaligen Landrats Reinhardt Glauber kam 2013 trotz interner Widerstände ein weiterer Raum dazu. Landrat Hermann Ulm sorgte für den Anschluss an das IT-Netz des Landratsamtes. Eine Bücherei lebt vor allem von Büchern, zumal wenn man sich wie der Arbeitskreis Heimatkunde vorgenommen hat, das ganze Schrifttum der Fränkischen Schweiz zu sammeln. Das kostet jedoch Geld. So gilt mein Dank dem FSV-Hauptverein, der in der Anfangsphase 500 Mark jährlich bereitstellte und dank Paul Pöhlmann heute für einen Jahresetat von 300 € sorgt. Ich möchte aber nicht verhehlen, ohne die Ludwig-Müller-Stiftung hätte die Fränk.-Schweiz-Bibliothek ihren Auftrag nicht erfüllen können. Zwischen 1996 und 2010 hat der Stiftungsausschuss die Bücherei mit 9700 DM und 7750 € gefördert. Mit 4500 DM unterstützte uns der Landkreis Forchheim in der Anfangsphase, der Lkr. Bayreuth und die Spk Forchheim mit je 500 DM.

Eine ABM-Kraft des Landkreises Forchheim kopiert 1990 den kompletten Wiesentboten, Herr Wolf aus Bammersdorf bezahlt Kopierer und einige Zehntausend Blatt Papier. Bindearbeiten bis 1998 erledigt die Siemens Hausdruckerei in Erlangen, ehe sie an die Deutsche Post ausgegliedert wird. Wieder springt der Lkr. FO in die Bresche. Immer wieder wird die Bibliothek aber durch den AK Heimatkunde im FSV finanziell unterstützt, z. B. wenn es um die Anschaffung eines neuen Kopierers geht, den Ankauf des Volksbattes oder wenn die Etatmittel aufgebraucht sind. Dafür lieber Hans vielen Dank!

Dank geht auch an all die Personen, die der Bibliothek Literatur haben schenkungsweise zukommen lassen. Ich kann sie hier nicht alle nennen. Da steht zunächst Herr Strobel (Nürnberg), mit dessen Büchern die Bücherei ins Leben gerufen wurde. Größere Buchgaben stammen von den Herren Martin Schottky (Pretzfeld), Ludwig Müller (Erlangen), Dekan Ernst Schlösser (Ebermannstadt), Dr. Amandus Deinzer (Gößweinstein), Heinz Büttner (Heiligenstadt), Martin Bald (Möhrendorf), Prof. Max Spindler (Neunkirchen/Br.), Otto Voit (Kersbach), Otto Ammon (Reuth), Erich Döttl und Walter Rufer (Ebermannstadt). Dank möchte ich aber den Büchereinutzern sagen, die uns nicht nur bei den zwei Umzügen unterstützt haben, sondern besondere Aufgaben übernommen haben. So hat Herr Friedel aus Reuth alle Flurnamensammlungen der Lkr. FO, EBS und PEG kopiert, die wir leihweise vom Verband für Orts- und Flurnamenforschung in München zur Verfügung gestellt bekamen. Herr Hohe (Oberfellendorf) hat mehr als 62000 Pressefotos des FT aufgeklebt und in 92 Ordnern archiviert. Herr Meißner (Wimmelbach) unterzieht sich z. Zt. immer noch der zeitraubenden Aufgabe zu ermitteln, an welchem Tag die Fotos in der Zeitung erschienen sind.

Ich bin stolz darauf, dass noch nie (bis auf einmal) die Bücherei geschlossen bleiben musste, da im Notfall mit Hans Weisel, Renate lllmann oder Werner Friedel immer eine Vertretung zur Verfügung stand. Jeder ehrenamtlich Tätige weiß aus eigener Erfahrung, wenn der Ehepartner nicht dahinter steht, läuft nichts. So ist es auch bei mir: Ohne das Verständnis, die Geduld, aber auch Mitarbeit meiner Frau hätte ich die Bücherei mit heute rund 19000 Titeln nicht aufbauen können. Eigentlich gebührt auch ihr ein Teil des Kulturpreises.