Fränkische Schweiz - Verein e.V.

gegründet 1901

 

Affalterthal ] Ailsbach ] Aufseß-Neuhaus-Hochstahl ] [ Bärnfels ] Bayreuth ] Behringersmühle ] Betzenstein ] Bubenreuth ] Drosendorf ] Ebermannstadt ] Eggolsheim ] Egloffstein ] Engelhardsberg ] Erlangen ] Forchheim ] Geschwand ] Gößweinstein ] Gräfenberg ] Hallerndorf ] Heiligenstadt ] Hiltpoltstein ] Hohenmirsberg ] Hollfeld ] Kirchehrenbach ] Kirchenbirkig ] Königsfeld ] Leutenbach ] Morschreuth ] Muggendorf ] Nürnberg ] Obernsees ] Obertrubach ] Pegnitz ] Pottenstein ] Pretzfeld ] Streitberg ] Thuisbrunn-Haidhof ] Tüchersfeld ] Unteres Trubachtal ] Unterleinleiter ] Waischenfeld ] Weißenohe ] Wichsenstein ] Wolfsberg ] Wonsees ]

Die Ortsgruppe Bärnfels

Nachfolgend einige Bilder aus dem Vereinsleben: Anfänge: Als die Ortsgruppe am 25. März 1969 ins Leben gerufen wurde, war Bärnfels noch eine unbedeutende kleine Ortschaft auf der Jurahochfläche. Auf vielen Straßenkarten war Bärnfels noch nicht einmal eingetragen, obwohl das Dorf eine selbständige Gemeinde im Landkreis Pegnitz war. Der Gründungsvorsitzende Georg Lang hatte jedoch klare Vorstellungen und Ziele. Er wollte sein Heimatdorf gegenüber den anderen Ortschaften hervorheben, die Ruine des alten Schlosses begehbar machen, durch den Fremdenverkehr den Bürgern Nebeneinnahmen verschaffen, dabei aber die kleinbäuerliche Struktur erhalten und vor allem wollte er das Kulturgut pflegen.
   

Die kleine Singgruppe

Die 1. Generalversammlung fand am 8. März 1970 statt. Von den 385 Einwohnern, wobei zwei Drittel Kinder und Jugendliche waren, erklärten sich sofort 46 Anwesende bereit, im neuen Verein mitzuwirken. Die Vorstandschaft war schnell bestätigt: Georg Lang wurde 1. Vorsitzender, sein Stellvertreter Georg Vogler, Kassier Konrad Grüner und Schriftführerin die Lehrerin Eleonore Martin. Das „Probejahr“ der neuen Ortsgruppe übertraf alle Erwartungen. Am 5. Juli 1970 konnte das erste große Fest gefeiert werden: Die Burgruine sollte der Öffentlichkeit wieder frei zugänglich sein. In Eigenleistung hatten die Bärnfelser das Gemäuer renoviert, einen Treppenaufgang gebaut und mit einem Geländer gesichert und Ruhebänke im Burginneren aufgestellt. Der Burgenforscher Hellmut Kunstmann sprach vor vielen Ehrengästen über die Geschichte der Egloffsteiner und ihre Burganlage in Bärnfels. Er wies auf das alte Wappen hin, das in die Burganlage integriert wurde. Vier Mädchen zeigten zum ersten Mal die erneuerte Bärnfelser Tracht, die die alte Trachtenschneiderin Christine Eichler angefertigt hatte. Im alten Wirtssaal der Gastwirtschaft Schmitt unterhalb der Burg fand der Festausklang statt, wobei die Besitzer der Burg, Baronin Dagmar von Egloffstein und Baroness Elgin, im Mittelpunkt standen, den sie hatten symbolisch für 1 DM den Bärnfelsern die Burg „vermietet“.
   
  Im gleichen Jahr besserten die Mitglieder der neuen Ortsgruppe den Brunnen am Schäfhof aus und errichteten darüber ein fränkisches Brunnendach. Ostern 1971 schmückten die Schulkinder den Brunnen zum ersten Mal mit Ostervögeln; im darauf folgenden Jahr übernahm die Ortsgruppe das Schmücken des Brunnens mit Eiern. Wegewart B. Eichler markierte 15 km Wanderwege und es wurde ein Ortsprospekt entworfen. Daraufhin konnten 2834 Übernachtungen in Bärnfels verzeichnet werden; eine Übernachtung mit Frühstück kostete damals 6 bis 8 DM.
   

Historisches Brautpaar

Jahre der Gestaltung: Ein gemischter Chor entstand in Bärnfels im Jahre 1973 und bereits am 1. Mai 1975 fand der 1. öffentliche Auftritt statt. 25 Sängerinnen und Sänger in der erneuerten fränkischen bzw. Bärnfelser Tracht zeigten unter der Leitung von Walter Wohlhöfner ihr Können. Das „Maisingen“ wurde zur festen Einrichtung der Ortsgruppe. Konzertsängerin Liselotte Freyberger bereicherte mit ihren Liedbeiträgen fast 10 Jahre lang dieses „Maisingen“; so wurde es auch über die Grenzen des Landkreises bekannt. Den Urlaubsgästen wurden Heimatabende angeboten. Im Laufe der Jahre waren es immerhin 78 Heimatabende, bei denen die Bärnfelser sangen und tanzten und Eleonore Martin von der Bärnfelser Geschichte, dem Brauchtum und den Besonderheiten der kleinen Ortschaft erzählte. Die „Burgmusikanten“, der „Schneiders Onkel“ und „Maier 1“ waren feste Bestandteile nicht nur bei den Heimatabenden, sondern bei fast allen Feiern der Ortsgruppe. Nach 20jähriger Pause spielten die Bärnfelser auch wieder Theater. Der Gründungsvorsitzende Georg Lang gab 1976 sein Amt an die Lehrerin Eleonore Martin ab. Seine Aufbauarbeit ist ein wesentlicher Teil der Bärnfelser Kultur. In seinem Sinne arbeitete die neue Vorsitzende weiter. Das Schmücken des Osterbrunnens, das Johannisfeuer, die Bärnfelser Weihnacht, die Jugendarbeit und die Verbesserung des Wegenetzes waren alljährlich wiederkehrende Ereignisse.
   

Historischer Kammerwagen

Der Höhepunkt des Vereinslebens: Die Krönung des Vereinslebens war der „10. Heimattag der Fränkischen Schweiz“ in Bärnfels im Jahre 1985. Er war das Festjahr anlässlich der 700 Jahr-Feier der Ortschaft eingebunden. Die Bewohner des Ortes zeigten großen Einsatz, Zusammengehörigkeit und Verantwortung. Trotz des Dauerregens an den Vortagen war Sonntag ein einmaliges Erlebnis. Viele Ideen wurden in den Festzug eingebracht, so dass beim Umzug selbst fast kein Zuschauer aus Bärnfels zu sehen war, weil alle irgendwie am Fest beteiligt waren. Am Freitagabend konnte die Druckerei – gerade noch rechtzeitig zum Fest – die neue Bärnfelser Chronik ausliefern. Frau Hedwig Maier kannte sehr viele alte Lieder, die in Zusammenarbeit mit Walter Wohlhöfner und Eberhard Hofmann mit Noten versehen wurden. Im Jahre 1999 konnte diese Eleonore Martin als Liederbuch mit dem Titel „Wos mir in Bärnfels gern sing“ herausgegeben werden. Die Freude am Singen zeigen auch immer wieder die fünf Sängerinnen der Frauensinggruppe mit Hedwig Maier en der Zither.
   

Märchenwanderung

Die Ortsgruppe eine Generation später In der Folgezeit galt es das geschaffene Kulturgut zu erhalten und neue Anregungen einzubinden. Dies geschah, als die Vorstandschaft in jüngere Hände überging. An oberster Stelle steht das Miteinander von Alt und Jung. Hans Vogler und Michael Lang übernahmen in der Folgezeit den Posten des Vorstandes. Frau Martin half als Ehrenvorsitzende, wenn die jungen Vorstände Unterstützung brauchten. Im Sommer 2004 organisierte die Ortsgruppe am „Tag der Jugend“ eine Märchenwanderung, die mittlerweile landkreisweite Nachahmung gefunden hat. Dabei trug der Forchheimer Schauspieler Rainer Streng an landschaftlich schönen Punkten der Bärnfelser Flur sowie am alten Backofen und auf der Burgruine Märchen aus aller Welt vor. Etwa 300 Teilnehmer folgten den Märchenfiguren, dargestellt durch die Bärnfelser Jugend, zu den jeweiligen Erzählplätzen. Christine Berner, die 2007 kommissarisch die Vorstandschaft übernommen hat, startete zunächst gemeinsam mit Barbara Daut eine Werbeaktion, durch die 35 neue Mitglieder gewonnen werden konnten. Die Ortsgruppe versucht immer, Kinder in das Vereinsgeschehen einzubinden. So werden Faschingsfeiern organisiert, der Nikolaus besucht die Kinder und auch die Adventszeit wird durch den FSV mitgestaltet. Das Hirtenspiel in der Reibertshöhle an einem bitterkalten verschneiten Dezembertag war eine beeindruckende Darbietung. Im Folgejahr fand das Krippenspiel in einem Stall statt, wobei die Kinder zwischen lebenden Schafen spielten und musizierten.
   
  Auch beim Johannisfeuer helfen alle mit, die Kinder sammeln Holz, die fleißigen Helfer der Ortsgruppe kümmern sich darum, jedes Jahr eine schöne Tradition weiterzutragen. Eine feste Einrichtung ist die „Maiwanderung“ am 1. Mai. Wanderwart Erhard Ruder sucht besonders schöne Wege um Bärnfels oder in der Fränkischen Schweiz, die gemeinsam erwandert werden; anschließend wird in der Gastwirtschaft „Zur Einkehr“ gegrillt. Auch übers Jahr plant der Wanderwart Touren zu landschaftlich reizvollen Plätzen, meist für die ganze Familie geeignet. Beim 21. Heimattag in Obertrubach unterstützten die Bärnfelser mit über 100 Aktiven den Festzug. Es wurden mehrere Festwägen gestaltet, unter anderem ein Pferdegespann mit einem historischen Kammerwagen. Die Singgruppe Bärnfels gestaltete in kleinerer Besetzung verschiedene Veranstaltungen und meisterte auch gemeinsame Auftritte mit anderen Chören bei zahlreichen Chorkonzerten. Oft tritt auch die „kleine Gruppe“ auf, einige Sängerinnen, die in Begleitung von Hedwig Maier an der Zither viele Geburtstags- und Weihnachtsfeiern musikalisch umrahmen.
   
Da sich die Sängerzahl in den letzten Jahren drastisch reduzierte, und viele bereits ans Aufhören dachten, wurde die Vorstandschaft wieder aktiv. Es gelang wiederum durch eine Werbungsaktion, neue Sänger zu finden, der Chor zeigt sich deutlich verjüngt. Chorleiter Walter Wohlhöfner, der seit den Gründungstagen das Dirigat inne hatte, und 35 Jahre lang mit großem Engagement die Singgruppe leitete, wurde im Januar 2009 von Herrn Christoph Pesch als Chorleiter abgelöst. Die Ortsgruppe freut sich nun wieder über fast dreißig aktive Sängerinnen und Sänger im Alter von 30 bis 75 Jahren – der Generationswechsel hat gut geklappt. Mit den Neuwahlen 2008 verjüngte sich die Vorstandschaft, und auch die neuen Mitglieder zeigen sich sehr engagiert. Die Ortsgruppe Bärnfels ist in der Vorstandschaft des Hauptvereins gleich dreifach vertreten: Ehrenvorsitzende Eleonore Martin ist seit Jahren Schriftführerin, Trachtenbeauftragte Barbara Daut hat mit ihrer Partnerin aus Heiligenstadt die Nachfolge von Ingebord Nickel im Arbeitskreis Frauentracht angetreten. Wanderwart Erhard Ruder betreut seit dem Tod von Konrad Maier das Bildarchiv des Fränkische Schweiz Vereins und verwaltet tausende von Bildern, die Brauchtum und Landschaft in unserer Gegend dokumentieren.
Der Nikolaus kommt  
  Zukunft: Die Ortsgruppe feiert 2009 ihr vierzigjähriges Bestehen, die Singgruppe kann auf 35 Jahre aktive Zeit zurück blicken. Durch die Erfolge der letzten Zeit sehen wir positiv in die Zukunft. Unbedingtes Ziel des FSV Bärnfels soll eine Bereicherung des Dorflebens und der Erhalt der Gemeinschaft sein. Vor allem aber sollen die Kinder mit dem Gedanken vertraut gemacht werden, das Bärnfels ein Stück Heimat ist und dass sie die Aufgabe haben, dieses Stückchen Heimat als Lebensraum zu bewahren.

(Christine Berner, 1. Vorsitzende Herzogwind 40, 91286 Obertrubach und Eleonore Martin)

   

Ihr Browser zeigt keine Frames an?  Dann bitte hier klicken.

E-Mail an Webbetreuer:

 nach oben

 E-Mail an FSV: