Fränkische Schweiz - Verein e.V.

gegründet 1901

 

FSV-Hauptverein

Nach oben Bericht_1.Vors Geschäftsstelle Vorstandschaft Kulturausschuss Naturausschuss Merkblätter Kulturpreisträger Ehrenschild Satzung

Bericht des Naturschutzausschussvorsitzenden für 2009

> Wegpflege ist aktiver Naturschutz <

Das vergangene Jahr begann mit der Veröffentlichung der Markierungsrichtlinien des "Fränkische-Schweiz-Verein e.V. In der Überzeugung, dass die Markierungsarbeiten nur einwandfrei durchgeführt werden können, wenn jeder Wegewart/Wegbetreuer den Sinn seiner Markierungsarbeit versteht, wurden den "Markierungsrichtlinien" eine Präambel vorgeschaltet, die die Substanz und Grundlage einer Markierung erläutert. In dieser Präambel werden klar und eindeutig die Zusammenhänge der Wegpflege mit den Erfordernissen der heutigen Zeit dargestellt. Eine enge Zusammenarbeit mit dem Naturschutz, den Kommunen und Gemeinden, den Tourismusverbänden ist notwendig um den Begriff "Heimatliebe" die notwendige Substanz zu geben wie sie die Gründungsväter im Jahr 1901 in die Statuten des FSV geschrieben und gefordert haben: "… dem Fremden den Besuch der Fränkischen Schweiz zu ermöglichen, den einheimischen Naturfreunden den Aufenthalt zu verschönern und der ansässigen Bevölkerung die Vorteile eines verstärkten und geregelten Fremdenverkehrs verschaffen…" Gerade dieser letzte Abschnitt zeugt von großer Heimatliebe, denn nicht nur die Bewahrung der Kultur für spätere Generationen ist wichtig, sondern auch die Qualität eines gegebenen Raumes, unsere Heimat, zu verbessern. Offen für Neues zu sein, etwa für ein geändertes Freizeitverhalten oder auch für Menschen und Dinge, die uns auf den ersten Blick fremd erscheinen mögen, gehören genauso dazu.

In den letzten Jahrzehnten wurden die Ortsgruppen des FSV immer wieder angehalten, nur in ihrem Betreuungsgebiet, welches sich in den Gemeindegrenzen widerspiegelt, zu markieren. - Nur keine Einflüsse von Außen akzeptieren! Eine Zusammenarbeit mit den benachbarten Ortsgruppen ist nicht notwendig -! Jedoch: Wer Grenzen zieht, grenzt sich selbst aus. Unsere Heimat - die Fränkische Schweiz - ist eine Einheit und kann nicht nach Befindlich-keiten unterschiedlich markiert werden. Es gibt für alle nur ein Ziel: das Vermächtnis der Gründerväter zu erfüllen. Die Organisation der Wegpflege legt die Verantwortung des Hauptvereins mit den FSV - Ortsgruppen und umgekehrt fest. Die Koordination der Arbeit sämtlicher Wegewarte aller Ortsgruppen kann nur erfolgen, wenn auch die Wegewarte die Zusammenarbeit mit dem Hauptwegewart suchen. Natürlich sind die Wegewarte für den Pflegebereich ihrer Ortsgruppe tätig. Aber die Ortsgruppen haben auch die Verantwortung für die gesamte Fränkische Schweiz. Der Wegewart arbeitet im öffentlichen Interesse - um der ansässigen Bevölkerung die Vorteile eines verstärkten und geregelten Fremdenverkehrs verschaffen - wie es in den Gründungsstatuten stand und heute noch aktuell ist.

Die Hauptwege des FSV sind in der Regel Ortsverbindungswege. Wenn in einzelnen Ortsgruppen kein Wegewart tätig ist, so brechen nicht nur die Markierungen der Rundwege dieser Ortsgruppen zusammen, auch die wichtigen Hauptwege sind unterbrochen. Es liegt in Verantwortung der jeweiligen Ortsgruppenvorstandschaft, dass dieser Fall nicht eintritt bzw. bald behoben wird. Wir nennen uns Heimatfreunde - beweisen wir es!

Die Markierungsrichtlinien sind eigentlich einfach zu verstehen:
lückenlos - fehlerfrei - eindeutig und auf Sicht in beide Wanderrichtungen. "

… dem Fremden den Besuch der Fränkischen Schweiz zu ermöglichen …" Die heutigen "Fremden", unsere Gäste und Wanderer, sind keine "Pfadfinder" mehr, die mit einer Wanderkarte den Weg suchen, auch wenn er schlecht markiert ist. Heute erwarten die Wanderer und Gäste ein gut markiertes Wegenetz, auf dem sie sorglos ihren Weg finden. Die Wegzeichen müssen so gesetzt sein, dass sie frühzeitig, klar und deutlich von Wanderweg aus gesehen werden können. Die Markierungsregeln sind einfache technische Anweisungen zur Markierung, die jeder verstehen und ausführen kann.

Fazit:

Die beschriebenen Markierungsrichtlinien sind einfach umzusetzen. Dazu gehört jedoch der Wille aller - der Vorstandschaften und der Wegewarte gleichermaßen - dies auch zu tun. Als FSV-Hauptwegewart und bekennender Heimatfreund wünsche ich mir, dass ein "Ruck" durch den Fränkische-Schweiz-Verein geht und die Umsetzung dieser modernen und in anderen Gebietsvereinen Deutschlands bereits durchgeführten Markierungen ebenfalls vollzogen wird. Auch andere Gebietsvereine Deutschlands haben Schwierigkeiten, Wegewarte für die Wegpflege zu finden und beauftragen deshalb externe Heimatfreunde (z.B. vom Bund Naturschutz oder andere Vereine / Organisationen, auch Privatpersonen), Markierungsarbeiten im Auftrag der jeweiligen Ortsgruppe durchzuführen. Selbstverständlich werden diese Heimatfreunde vorher geschult, so dass die Qualität der Wegemarkierung weiterhin in Ordnung bleibt. Nach den deutschlandweit festliegenden Erfahrungen kann ein Wegewart die Pflege nach den gültigen Markierungsrichtlinien von max. ca. 50 - 60 km Wegstrecke übernehmen. Wenn ein Wegewart ein größeres Wegenetz zu pflegen hat, so leidet darunter die Qualität der Wegpflege drastisch. Im Fränkische-Schweiz-Verein müssen wir ebenfalls diesen Weg der externen Wegbetreuer beschreiten, wenn aus unserer Altersstruktur heraus keine Wegewarte mehr zur Verfügung stehen. Die Erfahrungen der anderen deutschen Gebietsvereine zeigen aber, dass viele dieser "externe Wegbetreuer" nach kurzer Zeit vollwertige Mitglieder der Vereine werden. In unseren Statuten steht es und wir haben die Pflicht, unsere Wege markierungstechnisch in Ordnung zu halten. Dafür müssen wir auch alte Vorstellungen und eingefahrene Geleise verlassen und auf veränderte Erwartungen und äußere Rahmenbedingungen immer wieder zu reagieren. Stillstand wäre der Tod einer lebendigen Heimat.

Staatliche Zuwendungen 2009 zur Wegpflege

Die Umstellung der Zuwendungen für die Wegpflege auf die Arbeitsleistung der Wegewarte und die Bezuschussung der tatsächlichen Materialkosten ist mehr als korrekt. Korrekt auch die aufwändige Überprüfung der eingereichten Unterlagen. Die neue Praxis der Zuwendungen für geleistete Markierungsarbeiten bezieht sich auch auf die Wegebetreuer (s. Kapitel Markierungsrichtlinien - Fazit), die beauftragt im Namen der Ortsgruppe die Wege pflegen. Mit dieser Regelung hat die Bayerische Staatsregierung die Probleme der Gebietsvereine nicht nur erkannt, sie unterstützt diese ausdrücklich durch die Zuwendungen für geleistete Wegearbeit. Dies muss für die Ortsgruppen im Fränkische-Schweiz-Verein doch Anlass sein, mit dieser Unterstützung junge Leute zu werben, die nach einer Einführung die Wegpflege übernehmen.

Vorschau auf das Jahr 2010

Am 2. Mai wird das "Wanderparadies Trubachtal" im großen Stil eröffnet. In Zusammenarbeit der Gemeinden des Trubachtals mit den ansässigen Ortsgruppen des "Fränkische-Schweiz-Verein e.V." wurde das bestehende und umfangreiche Wegenetz überarbeitet und nach den Richtlinien für "Qualitätswege Wanderbares Deutschland" neu ausgeschildert. Zusammen mit den im Kerngebiet des oberen Trubachtals verwurzelten 7 FSV-Ortsgruppen sowie weiteren 9 FSV-Ortsgruppen am Rande des "Wanderparadies Trubachtal" konnte ich als Hauptwegewart sämtliche Ziele, wie sie in der Präambel "Markierungsrichtlinien des Fränkische-Schweiz-Verein" gefordert werden, verwirklichen. Das gilt sowohl für eine zeitgemäße Markierung durch die FSV-Ortsgruppen als auch für die Beteiligung der Gemeinden, die sämtliche 480 Pfosten in dem kleinen Gebiet von ca. 160 km2 unter Mitwirkung der Wegewarte gesetzt haben. Die Markierungszeichen, von den Gemeinden ebenfalls gestellt, wurden von den Wegewarten der Ortsgruppen angebracht. Ein Wanderbuch und eine neue Wanderkarte runden das Projekt ab. Hier wurde der Beweis geführt, dass sich einzelne Ortsgruppen und Gemeinden unter einem gemeinsamen Ziel zusammenfinden können, um das Projekt "Wanderparadies Trubachtal" zum Erfolg zu führen. Heimat ist Erbe und Gestaltungsauftrag zugleich: Aus Kenntnis des Ortes für die Zukunft planen und attraktive Arbeits- und Lebensbedingungen zu schaffen. Heimat ist heute nicht mehr in erster Linie Schicksal, sondern ein konkreter Raum, in dem Menschen zu Hause sind. Dazu müssen alle, Gemeinden, Gebietsvereine und viele Ehrenamtliche zusammenwirken.

Nachzertifizierung der Qualitätswege

Frankenweg und Fränkischer Gebirgsweg. Alle drei Jahre müssen die Qualitätswege wieder neu zur Zertifizierung angemeldet werden. Der Frankenweg (ca. 160 km) dieses Jahr bereits zum zweiten Mal, der Fränkische Gebirgsweg (ca. 140 km) zum ersten Mal. Die Markierungsarbeit wird wie immer von Wegbetreuer vorgenommen, in der Regel die Wegewarte der betreffenden Ortsgruppen. Die Wegpflege der beiden Qualitätswege übernehmen 21 Ortsgruppen sowie 7 Betreuer außerhalb unseres Markierungsgebietes. Die Anforderungen hinsichtlich der Sichtbarkeit der Markierungszeichen sind erheblich höher als bei den normalen Richtlinien. Deshalb sind die Markierungsarbeiten bei einer Nachzertifizierung wesentlich aufwändiger, da sämtliche Markierungszeichen überprüft, alte oder verblichene Markierungszeichen ausgetauscht werden müssen. Fehlende Markierungszeichen müssen angebracht werden. Diese Arbeiten müssen bis Ende Juni erledigt sein, ab August werden unabhängige Kontrollen die Qualitätswege überprüfen. Abschluss Als Leiter des Ausschusses Natur und Hauptwegewart danke ich allen, die mitgeholfen haben, der Fränkischen Schweiz das Ansehen zu geben, das sie verdient. Für das weitere Jahr 2010 wünsche ich Ihnen viel Kraft, die anstehenden und vielfältigen Aufgaben zu erfüllen - zum Wohle unserer Heimat, der Fränkischen Schweiz. FRISCH AUF

Edgar Rother, Naturausschussvorsitzender

Ihr Browser zeigt keine Frames an?  Dann bitte hier klicken.

E-Mail an Webbetreuer:

 nach oben

 E-Mail an FSV: