Fränkische Schweiz - Verein e.V.

gegründet 1901

 

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Die Fränkische Schweiz singt und musiziert am 18. Juli 2010
im Fränkische Schweiz- Museum in Tüchersfeld.

TÜCHERSFELD. Es hat gepasst an diesem Sonntag: der Museumshimmel zeigte sich in schönstem weiß-blau, ein laues Lüftchen ließ die warme Sommerhitze angenehm erscheinen und der große Hof, der wie ein Marktplatz wirkte, verbreitete familiäre Wohlfühlatmosphäre, währenddessen Volksmusik aus 23 Kehlen erklang. Ideale Bedingungen also „zum Singen und Musizieren“ in der abgeschiedenen Stille und Gemütlichkeit des Fränkische Schweiz- Museums. Dank Eberhard Hofmann, der den Musiknachmittag professionell moderierte, fühlte man sich zeitweise in eine Bayern-eins-Volksmusiksendung versetzt und die Musikerinnen und Musiker verbreiteten auf ihre Weise gute Stimmung.

Die FSV-Fahne weht über dem Museumshimmel

   
Nicht zu vergessen der Mundartautor Walter Tausendpfund aus Pegnitz, der wieder einmal seinen Landsleuten in Nürnberger Mundart „Aufs Maul“ und in die „Fränkische Seele“ geschaut hat. Dabei herausgekommen sind hintersinnige Betrachtungen, über die man manches mal zweimal nachdenken muss, wie folgender Spruch: „Wie dess Madla in der Früh haamkumma is, hots zur Mudda gsocht: „von heit oh, konnst dir nimmer sicher sa“. Die rund 100 Zuhörer, einige waren extra aus Nürnberg angereist, waren meist „älteren Semesters“. Sie fühlten sich des öfteren zurückversetzt in ihre Jugendzeit, als es noch üblich war; Volksmusik zu allen Gelegenheiten zu hören und auch selber zu spielen. Einer dieser „Tausendsassa“ die alles können ist Alfons Freund aus Effeltrich, der kürzlich sogar ein eigene Musikbüchlein herausgebracht hat, gespickt mit Mundartgedichten, die er vertonte. Zusammen mit den Effeltricher Musikanten (er leitet auch noch die gleichnamige Sängergruppe) spielte er im Museumshof Lieder die jeder kannte, wie „die schwarz Henna“ oder den „Hirtengirgl“.  

"Die Bämberer aus Hallerndorf

   
Mindestens genauso bekannt aber noch zehn Jahre älter sind „D’Wiesenttaler“ aus Muggendorf. Den Ortszusatz muss man mittlerweile dazu schreiben, weil es im Raum Hollfeld seit einigen Jahren eine gleichnamige Gruppe gibt, die allerdings mehr volkstümliche Weisen spielt. Das Besondere an der Muggendorfer Gruppe, die von Robert Zehntner geleitet wird, ist ihre alte "Gebürgs-" Tracht mit dem Dreispitzhut und den schwarzen „Knickerbogger", den weißen Strümpfen und der (Franken-) roten Weste. Die sechsköpfige Obertrubacher Singgruppe ist auch schon seit 36 Jahren aktiv. Sie besteht nur aus Damen, die auch sehr gerne ihre alte Tracht zur Schau tragen: Von Eberhard Hofmann, dem Leiter des Arbeitskreises Volksmusik im Fränkische Schweiz – Verein (FSV) an der Konzertina unterstützt, erinnerten sie frohen Herzens an die Jugendzeit, mit dem „Michala“, mit „Ich waas an Bumm“ und mit dem Lied "Drunt am Müllersbächla“.

Die Effeltricher Musikanten

   
Die „Bämberer“ aus Hallerndorf „sind zwei gestandene Mannsbilder“ wie sich Hofmann ausdrückte, die am Liebsten die Liebe besingen und das alltägliche Leben; mit Steirischer Quetsche und Gitarre. Vor sieben Jahren gegründet haben sie sich schnell in die Herzen der Volksmusikfreunde gespielt. Im Museumshof glänzten sie mit „Unter unserer alten Linde“, „Dann laaf i links“, einem Lied für Betrunkene und solche die es werden wollen und mit „Ich bin halt a Lump“. Insgesamt eine gelungene Veranstaltung des FSV, die im zweijähriger Turnus, abwechselnd mit dem Heimattag, durchgeführt wird. Das Tüchersfelder Fränkische Schweiz- Museum wurde auserwählt, weil es heuer 25-jähriges Bestehen feiert und sich genauso wie der FSV um die kulturelle Entwicklung der gesamten Region kümmert.  

Die Obertrubacher Singgruppe

   
D' Wiesenttaler aus Muggendorf Fam. Löw
Richard Reinl, NN-Redaktionsleiter Pegnitz, mit Ehefrau Ulrike
Reinhard Löwisch  

Veranstalter: FSV - Arbeitskreis Volksmusik. Leitung: Eberhard Hofmann

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