
Die Fränkische Schweiz singt und musiziert am 18. Juli 2010
im Fränkische Schweiz- Museum in Tüchersfeld.
| TÜCHERSFELD. Es hat gepasst an diesem Sonntag: der
Museumshimmel zeigte sich in schönstem weiß-blau, ein laues Lüftchen ließ
die warme Sommerhitze angenehm erscheinen und der große Hof, der wie ein
Marktplatz wirkte, verbreitete familiäre Wohlfühlatmosphäre, währenddessen
Volksmusik aus 23 Kehlen erklang. Ideale Bedingungen also „zum Singen und
Musizieren“ in der abgeschiedenen Stille und Gemütlichkeit des Fränkische
Schweiz- Museums. Dank Eberhard Hofmann, der den Musiknachmittag
professionell moderierte, fühlte man sich zeitweise in eine
Bayern-eins-Volksmusiksendung versetzt und die Musikerinnen und Musiker
verbreiteten auf ihre Weise gute Stimmung. |

Die FSV-Fahne weht über dem Museumshimmel |
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| Nicht zu vergessen der Mundartautor Walter Tausendpfund aus
Pegnitz, der wieder einmal seinen Landsleuten in Nürnberger Mundart „Aufs
Maul“ und in die „Fränkische Seele“ geschaut hat. Dabei herausgekommen sind
hintersinnige Betrachtungen, über die man manches mal zweimal nachdenken
muss, wie folgender Spruch: „Wie dess Madla in der Früh haamkumma is, hots
zur Mudda gsocht: „von heit oh, konnst dir nimmer sicher sa“. Die rund 100
Zuhörer, einige waren extra aus Nürnberg angereist, waren meist „älteren
Semesters“. Sie fühlten sich des öfteren zurückversetzt in ihre Jugendzeit,
als es noch üblich war; Volksmusik zu allen Gelegenheiten zu hören und auch
selber zu spielen. Einer dieser „Tausendsassa“ die alles können ist Alfons
Freund aus Effeltrich, der kürzlich sogar ein eigene Musikbüchlein
herausgebracht hat, gespickt mit Mundartgedichten, die er vertonte. Zusammen
mit den Effeltricher Musikanten (er leitet auch noch die gleichnamige
Sängergruppe) spielte er im Museumshof Lieder die jeder kannte, wie „die
schwarz Henna“ oder den „Hirtengirgl“. |

"Die Bämberer aus Hallerndorf |
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| Mindestens genauso bekannt aber noch zehn Jahre älter sind
„D’Wiesenttaler“ aus Muggendorf. Den Ortszusatz muss man mittlerweile dazu
schreiben, weil es im Raum Hollfeld seit einigen Jahren eine gleichnamige
Gruppe gibt, die allerdings mehr volkstümliche Weisen spielt. Das Besondere
an der Muggendorfer Gruppe, die von Robert Zehntner geleitet wird, ist ihre
alte "Gebürgs-" Tracht mit dem Dreispitzhut und den schwarzen „Knickerbogger",
den weißen Strümpfen und der (Franken-) roten Weste. Die sechsköpfige
Obertrubacher Singgruppe ist auch schon seit 36 Jahren aktiv. Sie besteht
nur aus Damen, die auch sehr gerne ihre alte Tracht zur Schau tragen: Von
Eberhard Hofmann, dem Leiter des Arbeitskreises Volksmusik im Fränkische
Schweiz – Verein (FSV) an der Konzertina unterstützt, erinnerten sie frohen
Herzens an die Jugendzeit, mit dem „Michala“, mit „Ich waas an Bumm“ und mit
dem Lied "Drunt am Müllersbächla“. |

Die Effeltricher Musikanten |
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| Die „Bämberer“ aus Hallerndorf „sind zwei gestandene
Mannsbilder“ wie sich Hofmann ausdrückte, die am Liebsten die Liebe besingen
und das alltägliche Leben; mit Steirischer Quetsche und Gitarre. Vor sieben
Jahren gegründet haben sie sich schnell in die Herzen der Volksmusikfreunde
gespielt. Im Museumshof glänzten sie mit „Unter unserer alten Linde“, „Dann
laaf i links“, einem Lied für Betrunkene und solche die es werden wollen und
mit „Ich bin halt a Lump“. Insgesamt eine gelungene Veranstaltung des FSV,
die im zweijähriger Turnus, abwechselnd mit dem Heimattag, durchgeführt wird.
Das Tüchersfelder Fränkische Schweiz- Museum wurde auserwählt, weil es heuer
25-jähriges Bestehen feiert und sich genauso wie der FSV um die kulturelle
Entwicklung der gesamten Region kümmert. |

Die Obertrubacher Singgruppe |
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D' Wiesenttaler aus Muggendorf
Fam. Löw |

Richard Reinl, NN-Redaktionsleiter Pegnitz, mit Ehefrau Ulrike |
| Reinhard Löwisch |
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Veranstalter: FSV - Arbeitskreis Volksmusik. Leitung: Eberhard Hofmann
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