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| PRETZFELD. 16 Gesangs- und Musikgruppen waren zur
Präsentation der CD „Singen und Musizieren in der Fränkischen Schweiz“ in
die Turnhalle gekommen, dazu vier bekannte Mundartautoren. Insgesamt mehr
als 300 Menschen feierten die erste Tondokumentation seit mehr als 30
Jahren, die vom Arbeitskreis Volksmusik im Fränkische Schweiz – Verein
(FSV) erstellt wurde und nun beim Schreibwarenladen Waltenberger-Hofmann
in Ebermannstadt exklusiv für 16 Euro verkauft wird. Abwechselnd mit
Grußworten, Festvortrag, und Dankesworten, Lied- und Musikbeiträgen
dauerte der Volksmusikabend fast drei Stunden. Mit jeder (Musik-) Stunde
stieg die Stimmung bis zum Schluss, als zu den Klängen der Hollfelder
Gangolfskapelle viele Anwesende das Tanzbein schwangen. Höhepunkt des
Abends war die Ehrung des Arbeitskreisleiters Eberhard Hofmann, der für
seine Verdienste um die Fränkische Volksmusik mit dem Ehrenschild, der
höchsten Auszeichnung des FSV geehrt wurde. |

Die Titelseite der neuen CD |
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| Durch den Abend führte der FSV-Hauptvorsitzende Paul
Pöhlmann, der voller Lob war für die neue Produktion und der die
Verwirklichung auch maßgeblich unterstützte. Für
Kulturausschussvorsitzender Walter Tausendpfund ist die Musik-CD „Ausdruck
fränkischer Lebensweise“ und daher eine „besondere Werbung für die
Region“. Eberhard Hofmann erinnerte in seinem Grußwort an die Entstehung
der Dokumentation. Es galt zahlreiche Hürden zu nehmen; angefangen bei der
Finanzierung, die Dank der Sponsoren dann doch gesichert werden konnte bis
hin zur Klärung rechtlicher Fragen in Bezug auf die Veröffentlichung des
Liedgutes. Hofmann dankte allen teilnehmenden Musiker, die auf eigene
Kosten anreisten und umsonst auftraten und den vielen Helfern, die zum
Gelingen beitrugen. Allen voran Klaus Kutsche aus Nürnberg, den Tonmeister
und „Dirigenten der Stille“ und Hermann Bieger, der für die redaktionelle
Bearbeitung und die Fotos zuständig war. „Glück, Beharrlichkeit und viele
ehrenamtlichen Helfer“ waren für Hofmann die Garanten des Erfolges. |

Eberhard Hofmann und Klaus Kutsche (hinten rechts) bei
der Arbeit im Medienraum der Bärnfelser Schule |
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| Von Armin Griebel, Leiter der Forschungsstelle der
fränkischen Volksmusik beim Bezirk Oberfranken kam der Festvortrag. In ihm
ging es um die historische Entwicklung der Volksmusik, angefangen bei der
Musik der Minnesänger im Mittelalter über die Musik der Türmer und Pfeifer
bis hin zur Musik des 19. Jahrhunderts; als man an höchster königlicher
Stelle den erzieherischen Wert der Blasmusik erstmals erkannte und mit der
Einrichtung von Militärkapellen förderte. Sein Vortrag endete mit der
Weiterentwicklung der Musik ins 20. Jahrhundert und Differenzierung
einzelner Stile in den unterschiedlichen Regionen. |
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| Was lange währt wird gut, das alte Sprichwort trifft auch
auf diese Produktion zu, die unter Federführung von Eberhard Hofmann aus
Kirchehrenbach vor einem Jahr in der Schule in Bärnfels ihren Anfang nahm.
Die FSV-Schriftführererin Eleonore Martin hatte als ehemalige Rektorin die
Kontakte geknüpft. Volksmusikgruppen der Fränkischen Schweiz waren
eingeladen, Proben ihres Könnens abzuliefern. Sie kamen nach und nach in
den Medienraum der Schule, um ihre besten Stücke dem kritischen Gehör von
Eberhard Hofmann auszuliefern. Jede Gruppe (insgesamt sind auf den drei
CD’s 35 Gruppen vereint) konnten vier Lieder anbieten, wovon die besten
und gelungensten Stücke ausgewählt wurden. Dazu erstellte man ein
60-seitiges Begleitbuch mit Informationen über jede Gruppe, welches dem
CD-Set beiliegt. Insgesamt mehr als 200 Minuten Volksmusik sind auf den
drei CD’s zu hören; die Auflage beträgt 1400 Exemplare. |

Den Ehrenschild für Eberhard Hofmann (Mitte) überreichten:
Hauptvorsitzender Paul Pöhlmann (re.) und Walter Tausendpfund. Mit auf dem
Bild, die Ehefrau des Geehrten |
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| Die Produktion wird als Nachfolge der letztmalig vor 33
Jahren erschienen volksmusikalischen Schallplatte angesehen. Die Auswahl
der Lieder orientiert sich an Althergebrachtem, sie birgt heimatkundlichen
und damit historischen Charakter. Dank der Sponsoren: der
Ludwig-Müller-Stiftung, dem Bezirk Oberfranken, der Sparkasse Forchheim,
der Volksbank Forchheim und „Schmetterling-Reisen“ aus Geschwand konnten
die Produktionskosten niedrig gehalten werden, was den sehr günstigen
Verkaufspreis zugute kommt. |
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| Den Abend gestalteten folgende Gruppen: die Gruppe Dadaraa,
die Gseesa Bäsla, die Niederndorfer Saitenmusik, der Bammersdorfer
Dreigesang, die Gangolfskapelle Hollfeld, die Singgruppe Geschwand, die
Brandbachtaler Saitenmusik, die Knopfsaitenbämberer, die Egloffsteiner
Burgspatzen, die Frankenauer, die Frauensinggruppe Obertrubach, die
Forchheimer Volksmusikgruppe, die Gebrüder Wiesbeck, Heribert Frantz, die
Waischenfelder Burgmadla und „Statt wurscht mit Musik“. |

Die Waischenfelder Burgmadla |
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| Dazu trugen die Mundartautoren Erich Döttl, Rudi Löw,
Walter Tausendpfund und Reinhold Schmitt ihre Geschichten bei. Grußworte
sprechen der Bürgermeister von Pretzfeld, Erhard Müller, der Pretzfelder
Ortsgruppenvorsitzende Karl-Ludwig Grodd. Unter Ehrengästen war Landrat
Reinhardt Glauber, Vizelandrat Gregor Schmitt, die Bürgermeister
Franz-Josef Kraus (Ebermannstadt), Helmut Taut (Markt Wiesenttal), die
gesamte Vorstandschaft des FSV und
zahlreiche Arbeitskreis-Vorsitzende. |

Landrat Glauber |
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| Reinhard Löwisch, FSV-Pressewart |
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