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Herbstversammlung der Gesamtvorstandschaft mit den AK-Leitern
und Ortsgruppenleitern am 30.10.2009 in Hohenmirsberg
| Die traditionelle
Herbstversammlung des Fränkische Schweiz- Verein (FSV) blickt nicht nur
auf das vergangene Jahr zurück; es gewährt auch einen Blick ins nächste
Jahr, das nach dem Willen der zehnköpfigen Vorstandschaft der Jugendarbeit
gewidmet ist. Außerdem wurden die Gelder der Müller-Stiftung
ausgeschüttet. Das Jahresthema dieses Jahr beschäftige sich mit der
Gründerzeit der Bundesrepublik vor 60 Jahren. Dazu gab es einen
Schülerwettbewerb, an dem sich einige Schulen beteiligten. Das Ergebnis
konnte man anlässlich des 22. Heimattages in Heiligenstadt anschauen. 2010
wird unter dem Motto stehen: „Jugend aktiv – für die Fränkische Schweiz“.
Mit dem Thema soll vor allem das Engagement der Jugend für die örtliche
und überörtliche Vereinsarbeit gefördert werden, sagte
Kulturausschussvorsitzender Walter Tausendpfund in seiner Rede. Damit
verbunden wird eine Bestandsaufnahme der derzeitigen Jugendaktivitäten in
den Ortsgruppen erfolgen. Die „gesammelten Werke“ werden im Vereinsheft
4/2010 veröffentlicht. Apropos Vereinshefte: Tausendpfund kündigte an,
dass sich das erste Heft im neuen Jahr mit dem Arbeitskreis Bauen und
Gestalten beschäftigen wird. Heft zwei wird Hohenmirsberg zum Thema haben,
Heft drei wird sich mit Kirchehrenbach beschäftigen. |
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| Über rund 300 000 Euro verfügt
die Ludwig-Müller-Stiftung. Die Zinserträge daraus, dieses Jahr 6700 Euro
werden vom Stiftungsrat alljährlich vergeben. Der Hauptverein bekam
insgesamt 2100 Euro und der Arbeitskreis (AK) Heimatkunde 1150 Euro für
die Bücherei. Der AK Frauentracht wurde mit 236 Euro bedacht, der AK
Volksmusik mit 1000 Euro (Druckkostenzuschuss für ein Buch). Die
Ortsgruppen Kirchehrenbach (540 Euro für Trachtenkurs) und Leutenbach (130
Euro für Trachten) wurden berücksichtigt und auch die Ortsgruppe
Streitberg. Für ein neues „Museumszimmer dort gab es 371 Euro Zuschuss.
Außerdem bekam der Trachtenverein „D’Wiesentaler“, 230 Euro, die Gemeinde
Wiesenttal 450 Euro und die Volksschule Wiesenttal 200 Euro. Wichtig zu
wissen in diesem Zusammenhang: Vereine können künftig aufgrund
steuerlicher Vorschriften nur dann gefördert werden, wenn sie als
gemeinnützig anerkannt sind. Dem Stiftungsrat gehören an: FSV-Chef Paul
Pöhlmann, Katja Schönhofer-Huhn und Brigitta Schönhofer, die gemeinsam
auch die Übergabe der Urkunden vornahmen. Die Stiftung gibt es seit 1993.
Ludwig Müller war ein glühender Verehrer der Fränkischen Schweiz und des
FSV. Zu Lebzeiten schenkte er der Ortsgruppe Langensendelbach ein
„Heimathaus“ und dem FSV testamentarisch sein Vermögen. Er selbst war
erster Vorsitzender der Ortsgruppe Erlangen. Altbürgermeister Christian
Meier (Egloffstein) und Heinz Hofmann aus Thuisbrunn warben in der
Aussprache für den neuen Fränkische Schweiz-Chor, den der Igensdorfer
Wolfgang Junka ehrenamtlich leitet. Nach Meiers Vorstellungen könnte der
FSV den Chor finanziell soweit unterstützen, dass zumindest Papier- und
Kopierkosten und ähnliches abgedeckt wäre. Die Herbstversammlung im
Gasthaus Zur Post wurde musikalisch begleitet durch Paula Benkert an der
Konzertina. Sie ist die Tochter des legendären Konzertina-Bauers Hans
Hader aus Schönfeld bei Schnabelwaid. Die nächsten Termine des FSV: 19.11.
Um 19 Uhr wird im Schlossberghotel Haidhof das volksmusikalische Buch „Die
allerschönsten Lieder“ der Öffentlichkeit vorgestellt. Darin haben 30
Volksmusikgruppen ihre Lieblingslieder zusammen getragen. Volker Hahn hat
dazu ebenso viel Aquarelle geschaffen. Und am 06. Dezember findet die
Fränkische Weihnacht in Hiltpoltstein statt. |
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| Im Rahmen der Herbsttagung des
Fränkische Schweiz- Verein (FSV) kam es zu einer Diskussion über die
Zukunft der Morschreuther Malschule. Der Gößweinsteiner Arzt Klaus-Dieter
Preis stieß die Debatte an mit der Bemerkung, dass das Kreativzentrum, wie
es heute heißt „vor dem Abgrund“ steht, weil keine Klarheit darüber
herrscht, was nun mit dem Gebäude und damit mit der Volkstumspflegestätte
passiert. Nach dem Kenntnisstand des ersten FSV-Hauptvorsitzenden Paul
Pöhlmann, „war eigentlich das ursprüngliche Renovierungskonzept fertig“
und auch „der FSV hätte sein finanzielles Scherflein dazu beigetragen“.
Dann plötzlich sollten für die Feuerwehr und für die Jugend ebenfalls
Räume entstehen und damit war das Renovierungskonzept „gestorben“.
Mittlerweile, so Pöhlmann weiter, favorisiert man einen neuen Mehrzweckbau
mit viel Platz für die Feuerwehr, weshalb die Kosten für das Projekt auf
600 000 Euro anwuchsen. Jetzt soll ein Trägerverein her, der die Sache
schultert. Der Haken dabei: eine Förderung der Maßnahme über Leaderplus
ist nach Meinung Pöhlmanns nur möglich, wenn die öffentliche Hand als
Träger auftritt. Für die Betreiberin der Volkstumsstätte ist die Situation
ungewiss. Christel Nunn hat zwar wie alle Jahre schon ein Veranstaltungs-
und Kursprogramm für 2010 auf die Beine gestellt und der Versammlung
vorlegen lassen; Sie weiß aber nicht, ob die Räume in Morschreuth nächstes
Jahr überhaupt nutzbar sind. Außerdem sucht Nunn eine Nachfolgerin, weil
sie in zwei Jahren in den Ruhstand gehen will. Im Kreis der anwesenden
FSV-Ortsgruppenleiter wurden Stimmen laut, die sich diesen künstlerischen
Arbeitskreis auch in einem anderen Ort der Region vorstellen können.
Andere ergänzten, man solle eine Nachfolgerin in den eigenen Reihen
suchen. Pöhlmann versprach sich mit dem Gößweinsteiner Bürgermeister Georg
Lang und Christel Nunn an einen Tisch zu setzen, um die Lage zu erörtern
und nach Auswegen zu suchen. |
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| Rückblick: 35 Jahren
Volkstumspflegestätte Morschreuth 1951 weihte die damalige Gemeinde
Morschreuth ihre Dorfschule ein, 1969 schloss man sie wieder im Zuge der
Schulreform und das Gebäude stand leer. 1973 erfuhr der damalige
Morschreuther Bürgermeister Fritz Müller von seinem Amtskollegen Hans Lang
aus Allersdorf, dass der FSV ein Haus für eine geplante
Volkstumspflegestätte sucht. Nach intensiven Gesprächen zwischen ihm und
dem FSV-Kulturausschuss unter Leitung von Fritz Preis, tatkräftig
unterstützt von Fritz Hubert aus Kleingesee einigte man sich auf die alte
Schule als Standort der Volkstumspflegestätte. Die erforderlichen 85 000
Mark zum Umbau der Schule kamen dank der politischen Unterstützung schnell
zusammen. Der „Schulbetrieb“ in der „Lehrstätte für bäuerliche Malerei,
Hinterglasmalerei und Aquarellmalerei“ konnte am 11. Januar 1974
aufgenommen werden. Elisabeth Hümmer vom Landwirtschaftsamt Forchheim (die
auch an den Vorgesprächen maßgeblich mitwirkte) führte anfangs die
Volkstumspflegestätte, musste die Leitung aber aus beruflichen Gründen
bald aufgeben. Mit der Malerin Waltraut Süllner aus Fürth fand der FSV
eine kompetente Nachfolgerin. Als sie 1988 unerwartet verstarb übernahm
ihre Tochter Christel Nunn (die seit 1977 vor allem Hinterglaskurse
abhielt) die Volkstumspflegestätte und führte sie bis auf den heutigen Tag
weiter. Die Volkstumspflegestätte Morschreuth wird innerhalb des
FSV-Hauptvereins als einer der 14 „Arbeitskreise“ geführt. |
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R. Löwisch Pressewart |
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