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Das Fränkische Schweiz- Museum hat viel zu bieten:Das Fränkische Schweiz-Museum in Tüchersfeld gehört mit seinen umfangreichen regionalen Sammlungen zu den sehenswertesten Museen Frankens. Es ist in den 5 Gebäuden des sog. "Judenhofes" untergebracht. In diesem historischen Ensemble aus dem 18. Jahrhundert werden in 43 eingerichteten Räumen eine Vielzahl von Aspekten des Landschaftsraumes präsentiert. Die Geologie und ihre regionalen Eigentümlichkeiten beginnt mit der ökologischen Situation zur Zeit des Jurameeres. Neben den erdgeschichtlichen Formationen Lias, Dogger und Malm wird hier besonders das Jurariff erklärt. Eine besondere Attraktion stellt ein bestens erhaltenes Krokodil aus dem Lias dar. Auch die Tierwelt der Eiszeit, besonders das Skelett eines Höhlenbären, fasziniert große und kleine Besucher. Die Archäologie knüpft mit dem ersten Nachweisen menschlichen Daseins in der Region (Neandertalerfundstelle Hasenloch bei Pottenstein) an die Eiszeit an. Funde der Eisenzeit sowie aus dem Mittelalter leiten in historische Zeiträume über. Die Geschichte des Landschaftsraumes zeigt anhand eines Modells der Burg Neideck sowie Grabungsfunden aus dem Mittelalter den Alltag um 1400 auf. Weitere Schwerpunkte bilden der Bauernkrieg sowie die Auseinandersetzungen während des Dreißigjährigen Krieges. Eingerichtete Wohnstuben vermitteln einen Eindruck von den ländlichen Lebensverhältnissen im ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert. Landwirtschaftliches Gerät aus vortechnisierter Zeit veranschaulicht den bäuerlichen Alltag. Traditionelle Werkstätten belegen die Bedeutung des Handwerks als zweiten Haupterwerbszweig der Bevölkerung neben der Landwirtschaft. Büttnerei, Schusterei, Schlosserei und Schmiede mit originaler Tierapotheke sind situationsgerecht aufgebaut. Zeugnisse der Zünfte dokumentieren die Organisation auch des ländlichen Handwerks seit dem 16. Jahrhundert und vervollständigen die Abteilung Handwerk. Trachten belegen mit ihren örtlichen Unterschieden in Schnitt und Ausschmückung die Traditionsgebundenheit bei der Bekleidung. Ebenso wie in anderen Regionen waren diese aber auch stets modischen Einflüssen unterworfen, wie sich unschwer an den Entwicklungen ablesen läßt. Die tiefverwurzelte Religiosität sowohl im häuslichen wie im kirchlichen Bereich tritt in zahlreichen Sachzeugnissen zutage. Beispiele hierfür sind handgeschriebene Gebetbücher mit sorgfältig ausgemalten Bildern, Haussegen sowie Andachtsbilder und Erbauungsbücher. Besondere Bedeutung kommt der in den Besucherrundgang einbezogenen originalen Synagoge aus dem 18. Jahrhundert zu, die ein eindrucksvolles Zeugnis des einstigen Mittelpunktes der jüdischen Landgemeinde bildet. Hier finden Besucher im Frauenbetraum grundlegende Informationen zum jüdischen Glauben. Die "jüngste" Abteilung des Museums zeigt künstlerische Arbeiten, die sich mit der Fränkischen Schweiz beschäftigen oder deren Schöpfer aus dieser Region stammen. Die Palette reicht von Dingen des Alltags bis zu freien künstlerischen Grafiken und Gemälden. Führungen für Gruppen jetzt jederzeit möglich.
Anmeldungen hierzu werden erbeten unter Telefon 09242/1640, |