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Arbeitskreis HeimatkundeJahresbericht 2009Am 22. Juni 1979 konstituierte sich im Gasthaus Brendel in Sachsendorf (Gem. Gößwein-stein) auf Initiative des damaligen Hauptvorsitzenden Fritz Preis der Arbeitskreis Heimatkunde. Er zählte am Ende des Gründungsjahres bereits 42 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Seitdem ist viel geleistet worden, was sich in besonderer Weise in der von Jahr zu Jahr wachsenden FSV-Spezialbibliothek und den beiden FSV-Schriftenreihen, die mittlerweile insgesamt 37 Bände umfassen, manifestiert. Im Laufe der 30 Jahre musste aber auch von vielen verdienstvollen AK-Mitgliedern der ersten Stunde Abschied genommen werden, die oft eine nicht zu schließende Lücke hinterlassen haben. Am Ende des Jahres 2009 zählt der Arbeitskreis 37 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im vergangenen Jahr konnte der Arbeitskreis mit zwei Veröffentlichungen die beiden Schriftenreihen fortsetzen. Am 28. 10. wurde im voll besetzten Resengörgsaal in Ebermannstadt Band 15 der Schriftenreihe I vorgestellt mit dem Titel: „Kriegsende und Neubeginn in Ebermannstadt und in der Fränkischen Schweiz“, verfasst von Dr. Manfred Franze, einem Fachmann für die neuere Zeitgeschichte. Der Autor, von Beruf Gymnasiallehrer mit den Fächern Deutsch, Geschichte und Sozialkunde, zuletzt Leiter der Peter-Vischer-Schule in Nürnberg (Realschule und Gymnasium), beschäftigt sich seit seiner Studienzeit an der Universität in Erlangen schwer-punktmäßig mit der deutschen und im Besonderen fränkischen Regionalgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts. Auf breiter Quellenbasis stellt Franze dar, wie in einer überschaubaren Region wie der Fränkischen Schweiz der Krieg zu Ende ging und sich danach Politik, Gesellschaft und Kultur zu entwickeln beginnen. Er belegt seine Studie mit einer Vielzahl von Dokumenten und insgesamt 27 Augenzeugenberichten. Eine tabellarisch angelegte, umfangreiche Chronik, in der auch die entscheidenden nationalen Ereignisse eingearbeitet sind, sowie ein umfangreiches Personen- und Ortsregister vervollständigen das äußerst wertvolle und lesenswerte Buch. Eine ausführlichere Besprechung dieser Neuerscheinung findet sich in Heft 4/2009 unserer Vereinszeitschrift (392 Seiten, 81 Abbildungen, 5 Karten, Format 14x20,5 cm, Preis 14,80 €, Mitgliedervorzugspreis 12,80 €) Ein neues Liederbuch – das letzte datiert aus dem Jahre 1972 von Joseph Nüßlein – erblickte am 19. 11. im übervollen Hochzeitssaal des Schlosshotels in Haidhof, mit vielen „Wiegenliedern“ besungen (von 19 bis 23 Uhr!), das Licht der Fränkischen Schweiz. Es handelt sich in zweierlei Hinsicht um kein gewöhnliches Liederbuch. Zum einen haben 30 Singgruppen selbst die Lieder, nämlich ihre Lieblingslieder, ausgewählt, zum anderen ist das Buch köstlich mit Aquarellen ansprechend illustriert und vereint somit Musik- und Kunstgenuss in einem, ein vortreffliches Geschenk für Liebhaber dieses Genres. Von den von den Singgruppen eingereichten Liedern – maximal drei pro Gruppe – wurden von Eberhard Hofmann aus Kirchehrenbach, dem Leiter des Arbeitskreises Volksmusik im Fränkische-Schweiz-Verein, 71 zusammengestellt und in das Buch aufgenommen und von Volker Hahn, Maler, Illustrator und Grafik-Designer aus Nürnberg, mit Wurzeln in Aufseß, mit seinen ganz eigenen, oft hintergründigen Pinselstrichen interpretiert. Von ihm stammt auch die Idee zu diesem Buchprojekt. Der eher etwas süffisante Titel (mit den ominösen drei Punkten) erschließt sich einem erst dann so richtig, wenn man die Titelseite des Bucheinbandes kennt. „Die Allerschönsten . . . Lieder aus der Fränkischen Schweiz“, Heft 22 der Schriftenreihe II, 144 Seiten, 33 Illustrationen, Format 16,5x23,5 cm, Preis 12,80 €, Mitgliedervorzugspreis 11,20 €) Für 2010 ist eine aus dem Jahr 2009 zurückgestellte Publikation geplant. Der Band 10 (Schriftenreihe I, „Ehemalige Adelssitze im Trubachtal“) von Walter Heinz (Hersbruck) erfährt durch Ferdinand Leja (Nürnberg) auf der Basis von Forschungen und schon weit gediehenen Recherchen von W. Heinz mit „Mittelalterliche Wehrbauten und adlige Ansitze im Wiesenttal, Ein Wegweiser für Burgen und Heimatfreunde, Teil 1: Unteres Wiesenttal – Von Forchheim bis Behringersmühle“ eine Fortsetzung. 2009 war der AK viermal auf Exkursion, um Wissen zu sammeln, aber auch Erfahrungsaustausch zu betreiben. Für 2010 sind drei geplant. Am Sonntag, dem 25. April, fährt ein Bus (Abfahrt 9.30 Uhr am Parkplatz Oberes Tor in Ebermannstadt, Rückkehr gegen 19 Uhr) zu einer dreistündigen Besichtigung eines der großen Salzbergwerk nach Merkers in Thüringen. Die Exkursionsleitung liegt in den bewährten Händen von Prof. Dr. Wolfgang Schirmer. Zu dieser Exkursion hält Herr Schirmer einen Einführungsvortrag am Donnerstag, dem 15. April, um 20 Uhr im Resengörgsaal in Ebermannstadt. Am Sonntag, dem 20. Juni, führt Dr. Peter Titze (Erlangen) auf einer geologisch-botanischen Wanderung unter dem Thema „Von der Felsheide zum Schluchtwald“ vom Kreuzberg in Gößweinstein zum Wasserberg oberhalb der Stempfermühle. Beginn 13.30 Uhr in Ebermannstadt am Parkplatz Oberes Tor. Schließlich führt nochmals Prof. Schirmer am Sonntag, dem 26. September, von Gößweinstein über die Hochfläche nach Tüchersfeld. Thema dieser Wanderung ist die Landschaftsgeschichte der Fränkischen Alb, insbesondere die Zerschneidung ihrer Kalktafel mit besonderer Berücksichtigung der Entstehung ihrer charakteristischen Trockentäler. Jede und jeder Interessierte ist zu den Exkursionen herzlich eingeladen. Die Natur ist doch unsere beste Lehrmeisterin. Und denken Sie immer daran: Die Heimat kennen und schätzen lernen mit den Büchern Ihres FSV. Für den Arbeitskreis Heimatkunde |