Fränkische Schweiz - Verein e.V.

gegründet 1901

 

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SPRICHWÖRTER und mehr...

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Es gehen viele Freunde in ein kleines Haus. (dt. Sprichwort)

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Nicht das Haus ehrt den Hausherrn, sondern dieser das Haus. (Russland)

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Wer wirklich glücklich sein will, muss zuhause bleiben. (Griechenland)

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Das Haus steht nicht auf der Erde, sondern auf dem Weibe. (Jugoslawien)

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Wer ein altes Haus hat und eine junge Frau, hat Arbeit genug. (Niederlande)

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Auf Eis lohnt sich's nicht ein Haus zu bauen. (Russland)

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Eine Meile vom Hause entfernt ist es lange nicht so gut wie zu Hause. (China)

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Wenn das Haus gebaut ist, ist der Zimmermann vergessen. (Pundschab)

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So oft man das Haus für Neujahr mit Kiefern schmückt, setzt man einen Meilenstein auf dem Weg zur Unterwelt. (Japan)

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Das Weib ist ein Unglück; aber kein Haus sollte ohne dies Übel sein. (Persien)

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Das Haus stirbt nicht, das einen Gast willkommen heißt. (Sudan)

REDENSARTEN

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Auf den hätte ich Häuser gebaut.

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Er ist ganz aus dem Häuschen.

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Einfälle haben wie ein altes Haus.

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Da hängt der Haussegen schief.

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Eigener Herd ist Goldes wert.

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Trautes Heim Glück allein.

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Jemandem alle Türen öffen.

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Zwischen Tür und Angel

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Der letzte macht die Tür zu. (aus Rechtssprichwort: der überlebende Gatte erbt unter Ausschluss der Verwandten).

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Vor seiner eigenen Tür kehren.

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Mit der Tür ins Haus fallen.

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Glas auf dem Dach haben (niemanden beschuldigen können, da man selbst belastet ist.

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Wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen.

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Das ist beim Deibel auf der Dachrinne. (hoffnungslos verloren)

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Wenn jemand so lang wäre, wie er dumm ist, könnte er aus der Dachrinne saufen.

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Auf dem Zahnfleisch nach Hause gehen

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Keinen Hund vor die Türe jagen

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Stuhl vor die Türe setzen

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Die Türe vor der Nase zuschlagen

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Die Tür von draußen zumachen

DACH (s. unten WÖRTER)

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Jemanden aufs Dach steigen

Eine ganze Seite Erklärung spar ich mir hier (rot sehen - gemeint sind die Ziegel beim Dachreparieren)

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ein Dach über dem Kopf haben

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einem was aufs Dach geben

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eins aufs Dach kriegen

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Unterm Dach juchhe hat der Sperling seine Jungen

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Unter Dach und Fach bringen (aus dem Hausbau)

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Einen kleinen Dachschaden haben

WÖRTER

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Behütet (Hut)

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Obdachlos (ohne Dach)

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Dach (aus den Rechtsvorstellungen der germanischen Frühzeit; Das Dach galt als Symbol für das ganze Haus)

SONSTIGE SPRÜCHE

(Martin Barth, Drauß’n auf’n Dorf: „… also miä sen goa net zufriedn“, hots gsocht, wies des neua Fränkische-Schweiz-Buch gseng hot, wu vo ihra Ortschaft aa a poa Bildä drinna worn, „ … miä sen goa net zufriedn. Lautä alts Zeich hams neifotografiert, wu miä doch so scheena Bungalows ham.“

HAUSINSCHRIFTEN

(Aus „Der Holzbau“ von Hans Issel, 2.Aufl., Leipzig 1900, Verlag von Bernh. Friedr. Voigt. Kapitel 8: Die Schmuckmittel des Fachwerkbaues, 8c, geschnitzte Inschriften)

Dess’ Haus steht lange fest, der sich auf Gott verlässt. Wo Gott nicht giebt zum Bau’n sein Gunst, da ist all’ unsre Kunst umsunst. Mit Gott thu Alles fangen an, so wirst Du Glück und Segen han. Wir bauen hier so fest und sind gar fremde Gäste, Da wir sollen ewig sein, Da bauen wir ganz wenig ein.

Gott der alle Dinge vermag, Behüt dies Haus bei Nacht und Tag, Er wolle uns auch geleiden, wenn wir wohin sollen scheiden. Ich hab gebaut nach meinem Sinn, und es gefällt mir wohl darin, gar Mancher schaut’s und tadelt dran, Was er nicht besser machen kann.

Ein Jeder baut nach seiner Nase, Ich heiße Conrad Wilhelm Hase. Wer bauen will an off’ner Straßen, muss Neider und Narren tadeln lassen. Wer dieses Haus hier tadeln will, der stehe nur ein wenig still, und sage ohne Schmeichelei, ob wohl das seine besser sei. Und ob mein Haus Euch nicht gefällt, es kostet mein nicht Euer Geld.

Mein Haus ist meine Burg. Mein Nest ist das best’. Klein, aber mein. Mit Gottes Hilf’ und Macht, zur Notdurft nicht zur Pracht, hab ich dies Haus gemacht. Bauen ist eine Lust. Aber was es gekost, hab ich erst nachher gewusst. Dies Haus ist mein und doch nicht mein. Ich gehe aus und Du gehst ein. Sag’, wer wird wohl der Letzte sein. Gott gebe Allen, die mich kennen, zehnmal mehr als sie mir gönnen. Wenn dieses Haus so lang nur steht, bis aller Neid und Hass vergeht, dann bleibt’s fürwahr so lange stehn, bis dass die Welt wird untergeh'n.

Deutsches Haus – Deutsches Land, Schirm es Gott mit starker Hand. Grüß Gott, tritt ein, bring Glück herein. Wer guter Meinung kommt herein, der soll mir stets willkommen sein.

SONSTIGE:

Es müssen die Alten was alt und gut erhalten auf dass wer jung wenn alt was gut und alt erhalt Wie Vorchheims alte Königstadt die nie ein Schwed erobert hat bot ich auch bösen Zeiten Trutz: ich stehe in St. Martins Schutz Der Väter Rat, der Jungen Tat.

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